Welche Impfungen braucht mein Hund? Welche sind Pflicht und welche sollte man darüber hinaus in Betracht ziehen?

Genau wie Ihre Herrchen und Frauchen sind auch die vierbeinigen Begleiter nicht immun gegen Krankheiten jeglicher Art. Um eine schwere Erkrankung vorzubeugen gibt es auch für Hunde die Möglichkeit zu impfen. Es geht dabei aber nicht nur um die Gesundheit des eigenen Tieres, sondern auch um die Ansteckungsgefahr für Artgenossen. Bei der Impfung wird der Körper mit abgeschwächten oder abgetöteten Krankheitserregern konfrontiert und bildet so Antikörper die im Ernstfall eine Krankheit effektiv bekämpfen. Nicht nur Artgenossen können von Hunden angesteckt werden. Manche tierischen Krankheiten wie die Tollwut können auch auf den Menschen übertragen werden. Deshalb sind einige Impfungen für Hunde notwendig. Welche Impfungen Pflicht sind, eine Übersicht zu verschiedenen Krankheiten, wie oft ein Hund geimpft werden sollte und welche Kosten dabei entstehen, erfahrt ihr hier.

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Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin gibt Impfempfehlungen für Tiere in allen Formen und Größen ab. Empfehlungen für die Impfung von Hunden findest du in der Leitlinie zur Impfung von Kleintieren.

Pflichtimpfungen für den Hund

Tollwut

Eine absolute Pflichtimpfung! Tollwut ist eine tödliche Virusinfektion, die durch Bisse von anderen Tieren übertragen wird. Tollwut ist nicht nur für den Hund zumeist tödlich, sondern auch für den Menschen sehr gefährlich. Die Grundimmunisierung gegen Tollwut wird ab der 12 Lebenswoche empfohlen. 

Staupe

Ebenfalls eine Viruserkrankung die außer dem Hund auch andere Tierarten befallen kann. Man kann die Krankheit durch Absonderungen aus der Schnauze, dem Mund und den Augen erkennen. Ohne entsprechende Behandlung kann auch die Staupe tödlich verlaufen. Da Staupe durch die Absonderungen zwischen Artgenossen stark ansteckend ist, wird eine Grundimmunisierung ab der 8 Lebenswoche empfohlen.

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Leptospirose

Eine Infektionskrankheit die durch Krankheitserregern aus Urin, Blut oder Kot auf den Hund, aber auch auf den Menschen übertragen wird. Ohne die Impfung für den Hund können die Krankheitserreger zu Magen-Darm-Entzündungen und Schäden an Leber und Niere führen. Besonders Hunde, die viel Zeit draußen im Freien verbringen sind gefährdet. Die Grundimmunisierung gegen die Leptospirose sollte ab der 8 Lebenswoche erfolgen.

Parvovirose

Eine hoch ansteckende Infektionskrankheit die vor allem Welpen befällt. Durch schweren blutigen Durchfall und Erbrechen verursacht die Krankheit einen Flüssigkeitsverlust, der für Welpen tödlich enden kann. Die Grundimmunisierung für die Parvovirose wird, dadurch dass sie besonders Welpen befällt, auch ab der 8 Lebenswoche empfohlen.

HCC (Hepatitis contagiosa canis) 

Eine durch ein Virus ansteckende Leberentzündung von Hunden. Durch flächendeckende Impfungen wird die Krankheit allerdings nur noch selten beobachtet. Kann aber gerade bei Welpen zum Tod führen. Auch die Grundimmunisierung gegen HCC sollte ab der 8 Lebenswoche erfolgen.

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Wiederholungsimpfungen für den Vierbeiner

Um nach der Grundimmunisierung den Schutz der Hunde aufrecht zu erhalten, müssen in gewissen Abständen Wiederholungsimpfungen für den Hund erfolgen. Für die Leptospirose empfiehlt es sich jährlich eine Wiederholungsimpfung durchzuführen. Parvovirose, Staupe und HCC sollten in einem dreijährigen Rhythmus aufgefrischt werden. Für die Tollwutimpfung werden Impfintervalle von 2-3 Jahren empfohlen.

Über die Pflichtimpfungen hinaus gibt es aber noch einige Krankheiten für die der Gesetzgeber zwar eine Impfung empfiehlt, welche aber nicht verpflichtend sind.

Wahlimpfungen für den Vierbeiner

Borreliose

Wie beim Menschen wird auch beim Hund die Borreliose durch Zeckenbisse übertragen. Die Bakterien verteilen sich über das Blut und schädigen die Organe, Gelenke und das Nervensystem.

Tetanus

Tetanus entsteht in verunreinigten Wunden und kann unbehandelt zum Tode führen.

Zwingerhusten

Eine hochansteckende Krankheit die sich durch einen trockenen Husten auszeichnet. Unbehandelt kann sie zu Fieber und Erbrechen führen. Bei geschwächten Tieren kann der Zwingerhusten auch zum Tod führen.

Canines Herpes-Virus

Die Viruserkrankung ist eine der Hauptursachen für die Sterblichkeit von Welpen. Wir empfehlen die Impfung der Hündin vor der Trächtigkeit. Der Virus kann zu Totgeburten oder zum Tod in den ersten Lebenstagen der Welpen führen.

Coronavirus

Hochansteckende Darmkrankheit die zu starkem Erbrechen und blutigen Durchfällen führen kann. Betrifft Hunde aller Altersklassen.

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Es gibt natürlich noch weitere Krankheiten gegen die geimpft werden kann. Am besten empfiehlt es sich mit dem Tierarzt des Vertrauens eine Impfstrategie für den eigenen Vierbeiner aufzustellen. Mit einer Impfung hilft man nicht nur seinem eigenen Hund, erst ab einer flächendeckenden Impfung von mindestens 70% haben Seuchen keine Chance. Die 6-Fach-Impfung, welche Staupe, Parvovirose, HCC, Tollwut, Leptospirose und Zwingerhusten umfasst, kostet zwischen 50 und 70 Euro. Für alle anderen Impfungen sollte man vorher mit dem Tierarzt sprechen und einen Preis vereinbaren, da die Tierärzte unterschiedliche Möglichkeiten der Abrechnung haben.

Author: tierferien

Seiteninhaber & Geschäftsführer von tier-ferien

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